Arbeitsausschuss Tourismus Braunschweig e.V.
Mittwoch, 20. November 2013

Eindrucksvolle Geschichtsexkursion in die Zeit römisch-germanischer Antike.

Harzhorn 2013 - Foto 1„Die Schlacht am Harzhorn“ – Roms vergessener Feldzug, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Ausflugs der ATB-Mitglieder.

Die Nähe zum Originalschauplatz machte eine bemerkenswerte Kombination möglich. So konnten sich die Teilnehmer vorweg beim Besuch der Landesausstellung einen Überblick über die Komplexität des Jahrhundertfundes verschaffen und im Anschluss das Original-Schlachtfeld besichtigen.

Nach einem Sektfrühstück im Deutschen Haus – „Restaurante Al Duomo“, zu dem Vorstandsmitglied Karsten Ziaja und ATB-Mitglied Andrea Maranano einluden, entführten die Museumschefin Frau Dr. Pöppelmann und Ihre Kollegin Frau Dr. Korana Deppmeyer die Teilnehmer in die Welt der römisch-germanischen Beziehungen eines Jahrzehnts römischer Geschichte des dritten Jahrhunderts.

Mit den Worten „Mit dieser Ausstellung machen wir die Löwenstadt Braunschweig zur Römerstadt“ begann eine eindrucksvolle Reise in eine ungewöhnlich authentische Geschichtsinszenierung. Mit einzigartigen Exponaten aus über 80 Museen und Sammlungen aus zehn europäischen Ländern bot sich ein Kaleidoskop römischer und germanischer Welten. Es faszinierte die staunenden Teilnehmer und schlug einen Spannungsbogen zur anschließenden Fahrt zum Original-Schauplatz.

Für „Kurtzwehyl“ im bequemen Mundstock-Doppeldecker sorgte Torsten Poschmann, Volontär der Abteilung Marketing/Kommunikation der Landesmuseen mit einem spannenden Römerquiz. Dabei wurde frisch gewonnenes Fachwissen über die antike Zeit humorvoll abgefragt.

Die Spannung im Bus wuchs dabei merklich. Buchstäblich blendender Sonnenschein und klare Luft empfingen die Teilnehmer am Zielort. Alle waren gespannt auf den Auftritt von Torsten Schwarz, Grabungstechniker und der „Mann, der die Geschichte Wirklichkeit werden lässt “, so Frau Röhling, Organisatorin und Marketingchefin der Landesmuseen.

harzhorn_IMG_1995Herr Schwarz empfing uns gut gelaunt mit den Worten: „So, nun steigen Sie mal wieder in den Bus. Wir fahren auf eine Höhe, von wo ich Ihnen die komplette Topografie und Geografie des riesigen Schlachtfeldes eindrucksvoll erläutern kann.“

Von da an hingen die Teilnehmer buchstäblich an den Lippen dieses grandiosen Entertainers.

Torsten Schwarz versetzte alle in das Schlachtgeschehen, rekonstruiert aus über 2.700 Fundstücken. Er gab einen tiefen Einblick in die noch junge Forschungsdisziplin der Schlachtfeldarchäologie, eine Kombination erprobter archäologischer Methoden mit modernster Technik. Die Relikte des Kampfes ruhten seit den blutigen Ereignissen unberührt im Erdreich. Nach der unmittelbaren Plünderung des Schlachtfeldes durch Germanen geriet es in Vergessenheit.

Torsten Schwarz schilderte anschaulich und spannend, anhand vieler rekonstruierter Waffenfunde und durch eine eindrucksvolle Kenntlichmachung der Lage der Pfeilfunde von Fehlschüssen, den Schlachtverlauf. Man konnte sich teilweise nicht des Eindrucks erwehren, es ginge gleich wieder los…!

Nach über zwei Stunden, vollgepackt mit neuem spannenden Wissen über das Verhältnis unserer Vorväter zu den Römern im 3. Jahrhundert, fuhren die Teilnehmer, in lebhafte Diskussionen verwickelt, wieder in Richtung Löwen- bzw. „Römerstadt“ Braunschweig.

Das Vorstandsmitglied Joachim Freche lud alle Teilnehmer zum Abschluss zu Kaffee und Kuchen und leckerem „Römermahl“ in das Arcadia Play Off Hotel ein. Mit nachhaltigen Eindrücken von der Exkursion und bester Stimmung endete die Veranstaltung mit einem Dank an alle Helfer dieses einmalig schönen Ausflugs.

Edgar Wernhardt
Fotos: Uwe Schäfer, ATB

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