Arbeitsausschuss Tourismus Braunschweig e.V.
Freitag, 15. März 2013

Jährliche Mitgliederversammlung des ATB

„Brauchen auch zukünftig Anreize für Städte- und Kulturreisende“

 

Am heutigen Freitag fand in der Braunschweiger Stadthalle die jährliche Mitgliederversammlung des Arbeitsausschusses Tourismus Braunschweig e. V. (ATB) statt. Durch steigende Tourismuszahlen und ein neuerliches Rekordhoch im Jahr 2012 sieht der Verein sich bestärkt in seiner Arbeit. Dennoch blickt der ATB mit gemischten Gefühlen auf die Folgejahre. Alle Partner in der Stadt müssten die touristische Attraktivität Braunschweigs auch in Zukunft offensiv ausbauen, um insbesondere den Privat- und Kongresstourismus zu steigern, so der ATB.

Das Jahr 2012 war ein erfolgreiches Jahr für den Braunschweiger Tourismus, wie Vorsitzender Wieslaw Puzia zusammenfasste: „Mit unserem Engagement auf Messen, den Programmbeilagen in norddeutschen Zeitungen und dem erfolgreichen Hotelsommer haben wir viele Touristen auf Braunschweig aufmerksam gemacht und in die Stadt geholt. Der Erfolg von über 500.000 Übernachtungen in 2012 gibt uns Recht.“ Erstmals übertraf Braunschweig im vergangenen Jahr die Marke einer halben Million Übernachtungen im Jahr. 504.198 Übernachtungen und 281.029 Gästeankünfte zählte das Niedersächsische Landesamt für Statistik in 2012, das entsprach einer Steigerung von 3,7 beziehungsweise 2,4 Prozent gegenüber dem Jahr 2011.

Dies sei laut ATB ein großer Erfolg, den es in diesem Jahr zu halten gelte. Wieslaw Puzia sieht aber noch Steigerungspotenzial: „Wir brauchen insbesondere an den Wochenenden überregional bedeutende Veranstaltungen und Angebote, um die Stadt bei Gästen als Reiseziel attraktiv zu machen.“ In diesem und dem nächsten Jahr sieht Puzia mit dem Kulturprojekt 1913, der im September startenden Landesausstellung „Roms vergessener Feldzug“ und der Team-Europameisterschaft der Leichtathletik in 2014 gute Voraussetzungen für einen erfolgreichen Wochenendtourismus. Dieser Kurs müsse auch in den Folgejahren von allen Seiten weiterverfolgt werden. „Das Kulturprojekt 1913 ist erfreulich. Es wäre wünschenswert, wenn die Stadt Braunschweig auch künftige Anlässe dieser Qualität unterstützt, aufgreift und die Voraussetzungen für eine offensive Vermarktung schafft. Wir werden das wie in den vergangenen und in diesem Jahr mit aller Kraft unterstützen“, so Puzia weiter. Die Reisenden würden nicht nur zur Auslastung der Hotels beitragen, sie hätten auch große Bedeutung für die Gastronomie, für Kultureinrichtungen, Veranstaltungen und nicht zuletzt auch für den Einzelhandel.

Puzia stellte auf der Mitgliederversammlung die Maßnahmen des ATB im Jahr 2013 vor. Wie in den letzten Jahren arbeitet der Verein in enger Abstimmung mit dem Braunschweiger Stadtmarketing und unterstützt dessen Bemühungen zur touristischen Vermarktung. Neben der Präsenz Braunschweigs auf Reisemessen – in diesem Jahr auf der „Reisen Hamburg“ und der „Reiselust Bremen“ – legt der ATB seinen Fokus auf erstmals vier Programmbeilagen in überregionalen Zeitungen, die im Februar, Mai, August und November erscheinen. Außerdem sollen zwei sogenannte „Fam-Trips“ die Attraktivität Braunschweigs als Tagungs- und Kongressort aufzeigen: potenzielle Veranstalter werden hierbei nach Braunschweig eingeladen, um die Stadt und ihre Tagungsstätten und Hotels kennenzulernen. In diese Maßnahmen investiert der ATB 2013 über 30.000 Euro, rund ein Viertel mehr als im Vorjahr.

Silke Röhling vom Braunschweigischen Landesmuseum gab während der Mitgliederversammlung Einblicke die Landesausstellung „Roms vergessener Feldzug. Die Schlacht am Harzhorn“. Die bedeutende Ausstellung beginnt am 1. September und präsentiert bis 19. Januar 2014 die Geschichte der germanisch-römischen Schlacht am Harzhorn erstmals der Öffentlichkeit.

Joost Smeulders, stellvertretender Vorsitzender des ATB, informierte im Zuge der Mitgliederversammlung über die Eröffnung des Steigenberger Parkhotels in Braunschweig, die ebenfalls im September stattfindet. Ihm und dem ATB läge im Zuge dessen besonders am Herzen, dass sich das neue Hotel gut in die bestehende Hotellandschaft integriere.

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